Publications

Studies in Theory and History of Photography

Publication Series of the Center for Studies in the Theory and History of Photography at the Institute of Art History, University of Zurich

Schriftenreihe Bd. 9

 

Caroline Fuchs
Das Autochrom in Großbritannien: Revolution der Farbfotografie.​
Studies in Theory and History of Photography vol. 9. De Gruyter (2017).

Abstract:

„It has been called a revolution. It is.“

So beschreibt die Zeitschrift Photography 1907 die Neuerung des Autochroms. Als erstes Farbfotografieverfahren, das einfach zu verwenden war und hervorragende Farbergebnisse erzielte, wurde das Autochrom als Zäsur in der Entwicklung der Fotografie gefeiert. KunstfotografInnen, StudiofotografInnen ebenso wie WissenschaftlerInnen widmeten sich der farbigen Aufzeichnung der Welt bis in die Weiten der Antarktis. Die Publikation bietet die erste umfassende Analyse dieser Medienrevolution am Beispiel Großbritanniens. Sie eröffnet einen neuen Blick: nicht nur auf die Anfänge einer Debatte um den Wert der Farbe in der Fotografie, die bis in die 1980er Jahre geführt wurde, sondern auch auf den Ursprung einer Bildpraxis, die bis ins digitale Zeitalter fortlebt.

Schriftenreihe Bd. 8

 

Markus Ritter und Staci Gem Scheiwiller (eds.)
The Indigenous Lens? Early Photography in the Near and Middle East.​
Studies in Theory and History of Photography vol. 8. De Gruyter (2017).

Abstract:

The history of photography as a global discipline has only recently taken serious notice of early photography in the Near and Middle East, although in these regions the new technique was quickly adopted by the 1840s. Which regional, local, and global aspects can be made evident? What role did local visual and art traditions have? Which specific functions did photography serve following its introduction? This anthology includes contributions on early photography in the Ottoman Empire, its Arab lands, and in Qajar Iran. They deal with questions of local specifics, actors, and agendas of photography, and the notion of an “indigenous lens.” One goal is to rupture categories of “lenses” that have become part of the discourse on nineteenth-century photography in the Near and Middle East. The anthology brings together a wide spectrum of scholarly themes, from presentations of available archival material and revisionist histories to critical methodologies of how to deal with local aspects of photography. It offers, for the first time in book form, a cross-section through the developing field of early photo history in the Near and Middle East and constitutes a call to include what is considered local photography within the global narrative of the history of photography.

Schriftenreihe Bd.7

Herta Wolf (ed.)
Zeigen und/oder Beweisen? Die Fotografie als Kulturtechnik und Medium des Wissens​
Studies in Theory and History of Photography vol. 7. De Gruyter, 2016.

Abstract:

Die Frage, ob die Fotografie zu zeigen und/oder zu beweisen vermag, geht auf Carlo Ginzburg zurück. Im Nachhall seiner Auseinandersetzung mit dem Indizienparadigma als konstitutiver Methode der Kulturwissenschaften führte dieser 1982 aus, dass die Untersuchung der Verbindung von wissenschaftlichen und gerichtlichen Beweisen von Interesse ist – gerade in Hinblick auf die in den Wissenschaften gültigen „Gesetze des ‚Aufweisens‘" und die juristischen „Gesetze des ‚Beweises‘". Ausgangspunkt des vorliegenden Bandes ist zu untersuchen, inwieweit diese heuristische Frage auch auf die Kulturtechnik Fotografie bezogen werden kann.
Fotografische Bilder dienen als Dokumente, Argumente oder Belege. Dies ist nur möglich, weil Fotografien das, was sich vor dem Objektiv der Kamera befunden hat, abbilden und damit sichtbar machen, also zeigen. Durch dieses bildliche „Aufweisen" kann das Abgebildete jedoch nicht nur als Bezeichnung (Designation), sondern auch als Beweis der dargestellten Dinge (miss)verstanden werden.
Die vorliegenden Aufsätze beschäftigen sich methodisch mit den Modellierungen des Indizienparadigmas im Kontext fotohistoriografischer Auseinandersetzungen. Dies nicht zuletzt, um durch Re-Lektüren und in einer kritischen Auseinandersetzung mit den Bestätigungen, Normierungen und Identifizierungen vermittels fotografischer Bilder und unter Berücksichtigung der in den letzten Jahrzehnten angestellten Reflexionen die Fotografie – als das Medium des Indizienparadigmas schlechthin – einer Diskussion und Neubewertung zu unterziehen.

Mirjam Brusius
Fotografie und museales Wissen: William Henry Fox Talbot, das Altertum und die Absenz der Fotografie
Studies in Theory and History of Photography vol. 6. De Gruyter, 2015.

Abstract (ger.): William Henry Fox Talbot (1800-1877) ist vor allem als Erfinder der Fotografie bekannt. Basierend auf neuen Quellen wird die Leistung Talbots hier erstmals im Hinblick auf sein Gesamtœuvre untersucht. Dies ermöglicht neue Interpretationen seiner Fotografien, die die Autorin primär als Hilfsmittel für seine vielfältigen wissenschaftlichen Interessen und somit als Teil eines epistemischen Gedankengebildes versteht. Da Talbot selbst maßgeblich an der Entzifferung von Keilschriften beteiligt war, propagierte er zunächst den Einsatz des Mediums im Museum und in der Archäologie. Als er jedoch die Seiten vom Erfinder zum Nutzer der Fotografie wechselte, wurde er zum Kritiker seiner eigenen Erfindung.


Kim Timby
3D and Animated Lenticular Photography: Between Utopia and Entertainment
Studies in Theory and History of Photography vol. 5. De Gruyter, 2015.

Abstract: Pictures that move and give an illusion of depth have long fascinated viewers. In this book Kim Timby recounts a multifaceted history of images that animate with a flick of the wrist or appear vividly three-dimensional without the use of special devices. Both effects are made possible by one of photography’s most original technologies: the lenticular process. Timby broadly weaves lenticular imagery into scientific and popular culture, from early cinema and color reproduction, to the birth of modern advertising and the market for studio portraits, postcards and religious imagery. The motivations behind the invention and reinvention of this technology, from the turn of the twentieth century through the end of the pre-digital era, shed new light on our relationship to photographic realism and on the forceful interplay in photography between the promise of technological innovation and the desire to be entertained.


Nanni Baltzer
Die Fotomontage im faschistischen Italien: Aspekte der Propaganda unter Mussolini
Studies in Theory and History of Photography vol. 3. De Gruyter, 2015.

Abstract (ger.): Zum ersten Mal wird in dieser Publikation die Fotomontage im Faschismus als Propagandamittel von offizieller, aber auch von privater und kommerzieller Seite erforscht. Das bislang höchstens marginal erwähnte Thema wird anhand von zahlreichen, auch bislang unbekannten Beispielen aus den 1930er Jahren behandelt, die in den Zusammenhang kultureller und politischer Ereignisse in Italien gestellt werden. Die analysierten Fotomontagen werden damit in ihrer historischen Bedingtheit erfasst, die Lektüre der Bilder erfolgt in der Verbindung der politischen Ikonografie mit der Ikonologie als historisch-hermeneutischer Methode sowie der Rezeptionsästhetik. Die Publikation erschließt für die Leserschaft den Sinn zahlreicher Fotomontagen in Ausstellungen, in der Architektur, in Zeitschriften und in der Werbung. Darüberhinaus erlaubt die Publikation Erkenntnisse über Themata und Mechanismen der faschistischen Propaganda.


Bettina Gockel und Hans Danuser (eds.)
Neuerfindung der Fotografie - Hans Danuser: Gespräche, Materialien, Analysen
Studies in Theory and History of Photography vol. 4. De Gruyter, 2014.

Abstract (ger.): Ausgehend vom Werk des Schweizer Fotografen Hans Danuser und Gesprächen, die der Künstler mit dem Architekten Peter Zumthor, dem Schriftsteller Reto Hänny und den Kunsthistorikern Bettina Gockel und Philip Ursprung geführt hat, analysiert das Buch ein noch ungeschriebenes Stück Fotografiegeschichte der Schweiz. Erstmalig publizierte Dokumentationen von kontroversen Ausstellungen zur Fotografie sowie Essays von Urs Stahel, Steffen Siegel und Abigail Solomon-Godeau erläutern die These einer "Neuerfindung der Fotografie" zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren.


Bettina Gockel (ed.)
American Photography: Local and Global Contexts
Studies in Theory and History of Photography vol. 2. Akademie Verlag, 2012.

Abstract: Is there a specific history of the visual medium of photography in the United States that would justify speaking of American photography? What made classic figures of international photography such as Alfred Stieglitz, Paul Strand, Ansel Adams, and Frederick Sommer—or even Robert Frank—American photographers? This volume presents examples of pioneering texts on the history of photography in America and more recent research on social, political, and artistic aspects of the medium. The spectrum of topics ranges from the aesthetic and social function of the daguerreotype to the role of photography in shaping the identity of the African American population of North America. With essays by Kaspar M. Fleischmann, Martin Gasser, Anne Hammond, Robin Kelsey, Anne McCauley, Shelley Rice, Shawn Michelle Smith, Maren Stange, Alan Trachtenberg, Kelley Wilder, and Deborah Willis.


Nanni Baltzer und Wolfgang F. Kersten (eds.)
Weltenbilder
Studies in Theory and History of Photography vol. 1. Akademie Verlag, 2011.

Abstract (ger.): Die Darstellung von Räumlichkeit beinhaltet für die Fotografie – wie für jedes zweidimensionale Medium – eine der zentralen Herausforderungen. Im Unterschied zu Grafik und Malerei ist in der Fotografie allerdings die Kategorie des Raums technisch untrennbar mit der Kategorie der Zeit verwoben. Wie hat sich unsere Wahrnehmung der Welt und des Raums durch die Fotografie verändert? Schafft die Fotografie selbst neue Weltenbilder? Wie wandeln sich heute Räume – zum Beispiel die der Städte und ihrer Peripherien, aber auch die der Alpen und der Wüsten –, und welche Rolle spielt die Fotografie in diesem Prozess? Wie benützen Künstler und Architekten das Medium Fotografie, um Raum darzustellen? Diese und weitere Aspekte der Veränderung des Verhältnisses zwischen Fotografie und Raum seit Mitte des 19. Jahrhunderts werden im vorliegenden Band erörtert. Die Beiträge ergänzen aktuelle Forschungen und Debatten über die Bedeutung des 'spatial turn'. Mit Texten von P. Geimer, M. Gnägi, B. Gockel, M. Gröning, A. Haus, N. Baltzer, G. Didi-Huberman, W- Kersten, S. Gronert, H. von Amelunxen, V. Huber und U. Görlich/M. Wandeler sowie Inserts der Fotokünstler P. Downsbrough, H. Danuser, A. Linke und A. Konrad.