Christine Grundig M.A.

Christine Grundig ist seit Oktober 2017 als Digital Humanities Spezialistin (wissenschaftliche Mitarbeiterin) im SNF-Forschungsprojekt: Heinrich Wölfflins Gesammelte Werke am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich, Lehrstuhl Prof. Tristan Weddigen, tätig.

 

Aktuell: Lehrprojekt Digitale Bildwissenschaft/Digital Visual Studies gefördert von swissuniversities im Projekt "Stärkung von Digital Skills in der Lehre" für vier Semester (2019/2020).

Herbstsemester 2019: Digitale Methoden in der Kunstgeschichte (Einführung)

donnerstags 10:15-12:00 Uhr

Die Übung gibt eine Einführung in digitale Methoden, die aktuell in der Kunstwissenschaft Anwendung finden mit u.a. einem Schwerpunkt auf allen Bereichen und Fragestellungen digitaler bildwissenschaftlicher Techniken (Was ist ein digitales Bild? Was ist eine Ontologie? Was ist eine Datenbank? etc.). Im Rahmen dieser digitalen Alphabetisierung werden bildtheoretische und technische Kenntnisse erworben und die Studierenden lernen auch praktisch, wie man wissenschaftlich mit Bildmaterial und dessen Metadaten in Datenbanken umgeht, welche digitalen Methoden der Bildbearbeitung und Auswertung sowie Annotation es gibt etc. Neben verschiedenen Bildformaten soll mit der Bildtechnologie IIIF gearbeitet werden. Durch diese Methoden wird der standortunabhängige Austausch digitaler Objekte möglich, die Interoperabilität und Nachhaltigkeit garantieren. Dies sind die Grundlagen, um neuartige Formen des wissenschaftlichen datenbankgestützten LOD-Publizierens einzuüben. Darüber hinaus werden in dieser Übung interdisziplinäre Methoden der Digital Humanities zur automatisierten Erschliessung von Archivmaterial (Manuskripte, Inkunabeln etc.) vorgestellt und eingeübt: automatisierte Texterkennung (Optical Character Recognition) und deren Nachverarbeitung, Transkriptionstools, Korrekturtools etc.

Lebenslauf

Studium der Fächer Deutsch und Englisch für das Lehramt an Gymnasien sowie Magister mit Hauptfach Ältere deutsche Literaturwissenschaft und den Nebenfächern Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Englische Literaturwissenschaft, Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Promovierende an der Universität Würzburg zu Sebastian Brants Narrenschiff (Arbeitstitel: Autorschaft, Medialität und Überlieferungsgeschichte in Brants Narrenschiffen) bei Prof. Dr. Joachim Hamm. Lehrtätigkeit am Lehrstuhl für deutsche Philologie der Universität Würzburg, Ältere Abteilung (2013-2017). Wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Teilprojekt „Narragonien Digital“ im Rahmen des Würzburger Zentrums für digitale Edition und quantitative Analyse an der Universität Würzburg (10/2014-09/2017) (http://kallimachos.de/kallimachos/index.php/Hauptseite).

Publikationen

(gemeinsam mit Christian Reul, Uwe Spingmann et al.): OCR4all - An Open-Source Tool Providing a (Semi-)Automatic OCR Workflow for Historical Printings. [eingereicht]

Adaptation und Autorschaft in englischen Narrenschiffen. [in Vorbereitung]

(gemeinsam mit Joachim Hamm und Viktoria Walter): „Narragonien digital. Mit einer Analyse von Kapitel 4 des ‚Narrenschiffs‘ in Ausgaben und Bearbeitungen des 15. Jahrhunderts.“ In: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 42 (2017), S. 97-120.

„Theologische Überformung des ‚Narrenschiffs‘ – Geiler von Kaysersberg und die sogenannte ‚Interpolierte Fassung‘“. In: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen (254. Band) 2017, S.1-16.

„Text und Paratext. Konzepte von Paratextualität in deutschsprachigen Werken Sebastian Brants.“ Masch. Magisterarbeit, Würzburg 2012.

Vorträge

"Here maketh myne Autour a specyall mencion - Konzepte von Adaption und Autorschaft in den englischen 'Narrenschiff'-Bearbeitungen von Alexander Barclay und Henry Watson"

Vortrag im Rahmen der internationalen Tagung Les Nefs des folz en Europe", 31.5.-1.6.2018, Universität Bordeaux.

„Narren en mouvance. Adaptationen des 'Narrenschiffs' im 15. Jahrhundert.“

Vortrag beim Workshop „Wissen von Mensch und Natur. Tradierung, Aktualisierung und Vermittlung in frühneuzeitlichen Übersetzungen“ des Graduiertenkollegs 1876 Frühe Konzepte von Mensch und Natur an der Universität Mainz, 19.2.-20.2.2016.

„Narragonien digital“

Vortrag im Rahmen des Workshops „Digital Humanities und das Kolleg ‚Mittelalter und Frühe Neuzeit‘. Bestandsaufnahme und Perspektiven“ am 10.07.2015 in Würzburg.

„Viele Schiffe – eine Flagge? Konzepte von Medialität und Autorschaft in Sebastian Brants 'Narrenschiff' und ausgewählten Bearbeitungen.“

Vortrag im Rahmen des 1. Graduiertentags des Kollegs „Mittelalter und Frühe Neuzeit“ am 15.01.2015 in Würzburg.

„Sebastian Brants 'Narrenschiff': Zur Bild-Text-Relation in deutschsprachigen und europäischen Ausgaben des Werkes.“

Vortrag beim 10. Altgermanistischen Kolloquium am Hesselberg, 1.10.-3.10.2013.