Lehrveranstaltungen HS 2019

Einführung in die Kunstgeschichte Ostasiens

Grundlagenwissen der Kunstgeschichte Ostasiens

(Übung, BA, Pflicht, 9 ECTS)

lic. phil. Natasha Fischer-Vaidya und Alina Martimyanova M.A.

Mittwoch, 12:15–13:45 Uhr, TBA

Das Modul richtet sich an Studienanfänger ohne Vorkenntnisse. Im Rahmen des Moduls werden die wichtigsten Gattungen und Techniken der Kunstgeschichte Ostasiens (China, Japan und Korea) vermittelt. Ein weiterer Kerninhalt des Kurses bildet die Grundlagevermittlung der Ikonographie ostasiatischer Kunst auf Basis von ausgewählten repräsentativen Werkbeispielen. Diese Grundlagen werden im Kontext der kulturellen Traditionen Ostasiens besprochen und anhand von mündlichen und schriftlichen Aufgaben geübt. Auf diese Weise wird ein erster Einblick in den Gegenstand des Faches geboten.

Methoden und Hilfsmittel in der Kunstgeschichte Ostasiens

(Übung, BA, Pflicht, 3 ECTS)

lic. phil. Natasha Fischer-Vaidya 

Donnerstag, 14:00–15:45 Uhr, TBA

Das Modul Methoden und Hilfsmittel in der Kunstgeschichte Ostasiens richtet sich an Studienanfänger in der Kunstgeschichte Ostasiens ohne Vorkenntnisse im Fach. Im Modul werden fachspezifischen Methoden und Arbeitstechniken für das Studium vermittelt. Dabei wird grundlegende Literatur des Faches vorgestellt und besprochen. Ebenso werden Literaturrecherchetechniken und der Umgang mit Forschungsmaterial erläutert und anhand von schriftlichen und mündlichen Aufgaben zu konkreten ostasiatischen Kunstwerken geübt. Auf diese Weise erwerben die Studierenden einen ersten Einblick in den Gegenstand des Faches. Das erlernte praktische Wissen bildet die Grundlage für das weitere Studium und ist für alle nachfolgenden Module relevant.

Basiskompetenz Kunstgeschichte Ostasiens

(Selbststudium, BA, Pflicht, 3 ECTS)

Prof. Dr. Hans B. Thomsen

Mündliche Prüfung, 2. Januarwoche

Das Modul dient zur Standortbestimmung und Reflexion der erworbenen Grundkenntnisse im Bereich der Kunstgeschichte Ostasiens, welche zum Behandeln komplexer Zusammenhänge im fortgeschrittenen Studium grundlegend sind. Basierend auf den Inhalten der Module „Grundlagenwissen in der Kunstgeschichte Ostasiens“ und „Methoden und Hilfsmittel in der Kunstgeschichte Ostasiens“ sowie einer Anzahl ausgewählter Fachtexte werden Fachkenntnisse sowie Methodenkompetenzen mündlich abgeprüft.

Einführungsübungen: Landesspezifische Kontexte und Inhalte

 

Die Einführungsübungen der Modulgruppe Landesspezifische Kontexte und Inhalte (China, Korea, Japan) finden ab FS 2020 wieder statt.

Bachelorseminare

Modul Kunst, Architektur und Archäologie in Ostasien

Cityscapes: Architektur und Städtebau in Ostasien

Sabine Bradel M.A.
Dienstag, 14:00–15:45 Uhr, TBA

Architektur ist gebauter Lebensraum. Gebäude bieten nicht nur Schutz vor Umwelteinflüssen, sondern spiegeln gleichzeitig ideologische, religiöse, zeitpolitische, ästhetische, private und/oder öffentliche Eigenschaften ihrer Bauherren und Nutzer wieder. Beginnend bei archäologischen Funden und Rekonstruktionen neolithischer Behausungen bis hin zu den Grossbauprojekten moderner olympischer Stadien, werden im Seminar Fragen nach Entwicklung und Wandel von Bautechniken und Baumaterialien sowie deren Prägung ihrer unmittelbaren Umwelt diskutiert. Durch Vergleiche ausgewählter Fallbeispiele aus China, Korea und Japan diskutieren wir Ähnlichkeiten und Unterschiede in der Baugeschichte der drei Kulturen. Leitfragen des Seminars umfassen u.a. wie Monumentalbauten und grossflächige Anlagen das Stadtbild prägen, untersuchen die wechselseitige Beziehung von Stadtplanung und Architekturformen auf das Sozialgefüge der Bevölkerung, prüfen auf welche Weise religiöse oder politische Machtansprüche durch Architektur ausgedrückt werden, wie sich Naturkatastrophen oder Kriegszerstörung auf Architektur und Stadtplanungskonzepte auswirken und ob die westlichen Disziplinen des studierten Architekten und Ingenieurs das Verständnis von Baukunst in Ostasien änderten.

Im Seminar behandelte Bauwerke umfassen neben o.g. Beispielen Schreine, Tempel, Burgen, Schlösser, Stadtresidenzen, vernakuläre Architektur der Land- und Stadtbevölkerung, Teehäuser, Gartenarchitektur, moderne Parkanlagen und Hochhausarchitektur, aber auch Städtebau und Stadtplanung im Allgemeinen. Druckgrafische oder gemalte Darstellungen von identifizierbarer Architektur in Stadtansichten, Stadt- und Landkarten, illustrierten Reiseführern, topographischen Handrollen etc. können als Vergleiche hinzugezogen werden. Im Mittelpunkt der Diskussion steht aber immer das Bauwerk an sich.

Masterseminare

Modul Wort und Bild in der ostasiatischen Kunst 

Probleme ostasiatischer Holzschnitte

Prof. Dr. Hans. B. Thomsen
Mittwoch 12:15-13:45, TBA

Holzschnitte aus China und Japan zählen noch immer zu den populärsten Themen der ostasiatischen Kunstgeschichte: Sie waren Gegenstand früher westlicher Forschung über Ostasien, bleiben auch heute ein beständiges Thema internationaler Ausstellungen und sind in mehreren fortwährenden KGOA-Forschungsprojekten zentral. Darüber hinaus sind Drucke in beachtlicher Anzahl in viele westliche Museumssammlungen vertreten und geniessen dadurch ungemeine Präsenz.

In diesem Seminar werden wir einige Forschungsthemen und Fragestellungen zum ostasiatischen Holzschnitt besprechen. Diese beinhalten: Die Frage der Serialität, Landschaft und Fiktion in der Darstellung realer Orte, Probleme der Terminologie (eingeschlossen der Wörter ukiyoe und popular prints), Werkstätte und die Frage nach Autorenschaft, Drucke und ihre Verbindung zur Salonkultur, Werbeträger für das Theater, Probleme von Wort und Bild, Bilder schöner Frauen, Erotika, koreanische Holzschnitte, Bilder des Exotischen sowie die Frage nach der Rolle des Holzschnitts im Zeitalter moderner Medien.

Vorlesungen

Public/Private: Art of East Asia in Switzerland

Prof. Dr. Hans B. Thomsen 
Freitag, 12:15-13:45, TBA

This series of lectures will deal with the public and private arts from East Asia that is located in Switzerland. Some of the objects interject themselves into our daily lives, often without our being aware of their existence and origin. A major topic of the series will be to examine how we interact and receive East Asia through these objects and spaces.

We will deal with “art” as a broader concept, including statues, architecture, interior design, and gardens. Most of the examples will be from Zurich, but a few will deal with phenomena in other locations, such as Frauenfeld, Ascona, Bern, Interlaken, and Geneva. We will explore ideas of exoticism, propaganda, and cultural appropriation as we examine the various East Asian objects that have been placed/constructed in Zurich by Swiss citizens as well as by foreign countries and institutions. During the semester, we will plan one or two excursions, in order to visit some of the sites within Zurich.

The objects include sculpture by the artist Yuan Xiaocen, a possible donation by the artist Kang Mu-Xiang, Ming-dynasty Spirit Road sculpture, Buddha figures on Zurich street corners, Metasequoia invasions, Villa Patumbah’s Japan Room, the G/59 Gartenbau-Ausstellung, the Shinagawa temple bell, Chinagarten Zürich, the exotic world of Monte Verità, tea ceremony rooms in public museums, and the stone lions of Chinese restaurants.

Modulgruppe Museum und Archiv

Gender and Japanese Art

Übung, 6 ECTS

Prof. Dr. Melissa McCormick (Harvard University)
Blockveranstaltung, October 14-18, 2019

This course examines the role of gender in the production, reception, and interpretation of visual images in Japan from the twelfth through the twenty-first centuries. After an introduction to the state of gender studies and feminist art history and queer studies in Japan, the course will focus on a different theme each day. Visual images and literary texts have been selected according to the themes; secondary readings related to those themes and more general theoretical texts from a variety of academic disciplines will enrich our discussion. Topics to be covered include Buddhist conceptions of the feminine and Buddhist painting; sexual identity and illustrated narratives of gender reversals; the dynamics of voyeurism; gendered representational practices and women artists; modern masculinities; and the role of gender in national identity.

Students will learn how to analyze visual materials in combination with texts as historical evidence in constructing an argument pertaining to gender and society. Rather than using illustrations as visual aides to try to support an existing claim, the goal is to interrogate images thoroughly enough to arrive at new insights that would not have been possible with texts alone.

Schedule:

Monday 14. October 10:15-12:00, 14:00-15:45

Tuesday 15. October 10:15-12:00, 14:00-15:45, 16:00-18:00

Wednesday 16. October 10:15-12:00  + attendance of the public lecture 17:00-18:00

Thursday 17. October 10:15-12:00, 14:00-15:45, 16:00-18:00

Friday 18. October 10:15-12:00, 14:00-15:45

A reading list and further instructions will be published in late summer.

 

Chinese art: provenance research and "object biographies"

Übung, 3 ECTS

Alina Martimyanova M.A.
Dienstag, 12:15-13:45 Uhr (jede zweite Woche, ab 24.09), TBA 

In art history provenance research is defined as research into the change in ownership of an object. Its aim is to reconstruct the full history of an object, from its creation, or discovery, to its present-day location. Understanding the provenance of the object is essential for practices of exhibition, acquisition and collection in contemporary museums. This topic becomes especially relevant in the case of art looted during the colonial era or during wartime and in the context of recurring restitution claims of today.

“Object biography” as a method of research in material culture studies explores the agency of objects in their cultural and economic contexts. To reconstruct “object biographies”, according to Igor Kopyttof, is to treat objects as living beings with distinctive “careers” when enquiring into their histories of production, ownership and changing contexts of reception and use.

Apart from introducing the latest discourse on provenance research and “object biographies” as theoretical frameworks, this class will aim to initiate a discussion about these methodological approaches when working with Chinese collections of art and material culture. Site visits to museums, meetings with museum specialists, and individual and/or group projects will provide an insight into the practical side of such research.

The class is open to Bachelor and Master students of East Asian art history of all levels.

Please note the dates of the class sessions:

September 24, October 8, October 22, October 29 (irregular, takes place at the Museum Rietberg instead of the session on 17 December), November 5, November 19,  December 3.

 

Exkursionen

Excursion to Munich (November 18-19, 2019)

Prof. Hans B. Thomsen

During two days in München, the participants will experience two very different manifestations of the global connections in Japanese art history. One will be a visit to the Museum Fünf Kontinente, where we will focus on the collections brought back from Japan by the famous German doctor and explorer, Philipp Franz von Siebold (1796 –1866) and the other will be a visit to the Pinakothek der Moderne where we will work with a collection of post-1945 art that focusses around the Japanese calligrapher Morita Shiryū (1912-1998).

On the first day, we will visit the Museum Fünf Kontinente where an important exhibition of the Japanese works of art brought back by Philipp Franz von Siebold and his two sons is underway. We will be guided by the curator of the exhibition, Dr Bruno Richtsfeld, who will also guide us through the monumental archives of the museum. The exhibition is a project between the museum and KGOA’s research partner in Japan, the National Museum for Japanese History, and was already shown during the last two years to huge crowds in Japan.

On the second day, after viewing the permanent exhibition of the Pinakothek der Moderne, we will meet with the museum’s head curator for Postwar Art, Dr Corinna Thierolf, and discuss a future exhibition project dealing with the long history of western appreciations and appropriations of East Asian calligraphy in the West. This exhibition project will focus on the interactions, cross-fertilizations, networking, and connections between Japanese avant-garde calligraphers and European artists in the 1950s and the early 1960s. The discussions should give excellent insight into the various steps in the creation of an exhibition. The KGOA is actively involved in the planning and execution of this exhibition, including the hosting of an international symposium on the subject and is looking for students who are interested in working on the project during the next year.

The excursion will consist of:

1) a preliminary meeting (November 4, 16:00-17:00, in RAK 208). Your participation at the meeting is obligatory.

2) 2 days of viewing in München on November 18-19, 2019

3) Submission of a five-page report one or more object(s) seen during the excursion, due December 31, 2019.

Students on any level (BA, MA, PhD) can participate, however, a background in either Japanese or Chinese language would be helpful.

The excursion cannot be booked via the module booking system. Please contact Natasha Fischer-Vaidya (natasha.fischer@khist.uzh.ch) by October 1, 2019, with a short motivation letter (as an attachment in Word or PDF format) explaining your interest in the excursion. Please also indicate your current level (BA or MA) and your matriculation number. The number of participants is limited to ten and students of all levels are encouraged to apply. Students are expected to book their own transportation and lodging and meet at the front steps of the Museum Fünf Kontinente at 10:00 on Monday, November 18, 2019. A portion of travel expenses for the train and accommodation will be reimbursed by the KGOA.

Kolloquium

Kolloquium für Studierende des Masterstudiengangs und Doktorierende

Prof. Hans B. Thomsen
Donnerstag, 14:15 –15:45 Uhr (14-tägig)

Das Modul dient durch die Präsentation des Grundkonzepts der Abschlussarbeit sowie der kritischen Diskussion der darin entwickelten Inhalten und Methoden der Standortbestimmung zur Vorbereitung der abschliessenden Abschlussarbeitsphase. Gleichfalls dient der Austausch mit Mitstudierenden und Betreuern der Vertiefung und kritischen Reflexion wissenschaftlicher Arbeiten und Arbeitsweisen.

Die erste Sitzung findet in der zweite Vorlesungswoche (26. September) statt. 

Weitere Lehrveranstaltungen anderer Fachbereiche

Interne Praktika

Praktika

TBA