Lic. phil. Katrin Luchsinger

Lehrbeauftragte

im Herbstsemester 2010 am Lehrstuhl für Geschichte der bildenden Kunst und am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Neuzeit

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Lebenslauf

Ausstellungen

Publikationen

Lehrtätigkeit

Übung (Lehrauftrag)

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Kontakt

katrin.luchsinger[at]access.uzh.ch oder katrin.luchsinger[at]zhdk.ch

Lic. phil. Katrin Luchsinger hat Kunstgeschichte und Psychologie studiert und ist Dozentin für Kunstgeschichte an der Zürcher Hochschule der Künste. Ihr Forschungsgebiet ist Kunst und Psychologie um 1900, insbesondere die Sammlungen von Werken von PatientInnen, welche in psychiatrischen Anstalten 1850 – 1930 angelegt wurden. Zu diesem Thema verfasst sie auch ihre Doktorarbeit. Siehe auch www.kulturgueter.ch.


Lebenslauf

Seit 2000 Dozentin für Kunstgeschichte an der ZHdK, Studiengang Art Education.

2010 – 13 Forschungsprojekt Bewahren besonderer Kulturgüter II SNF/DORE an der ZHdK / ICS).

Mitarbeiterinnen: lic. phil. Iris Blum, FH Jacqueline Fahrni.

2006 – 08 Forschungsprojekt Bewahren besonderer Kulturgüter I (SNF/DORE an der ZHdK / IAE). Mitarbeiterinnen: lic.phil. Iris Blum, FH Jacqueline Fahrni, FH Isabelle Dessort Baur, FH Anita Rufer.

Das Forschungsprojekt I wurde mit dem Förderpreis 2007 der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturgüterschutz ausgezeichnet. Die Projekte unterstehen dem Patronat der Schweizerischen Kommission der UNESCO.

2006 - 08 Institutsleiterin ad interim des Institute for Art Education an der ZHdK.

2000 - 08 Studienbereichleiterin Lehrberufe für Gestaltung und Kunst im sozial- und sonderpädagogischen Bereich an der ZHdK in Kooperation mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik.

1994 – 2000 Studium der Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Universität Zürich, Klinische Psychologie und Psychopathologie.

1987 – 2000 Dozentin für Gestaltung an der Hochschule der Künste, Zürich.


Ausstellungen

2010 Rosenstrumpf und Dornencknie. Die Sammlung der Pfleganstalt Rheinau. Museum im Lagerhaus, St.Gallen. 29.11.2010 – 31. März 2011.

2008 Der Himmel ist blau. Werke aus der Sammlung Morgenthaler, Waldau. Kunstmuseum Bern, 1.2. – 18.5.2008, zusammen mit Andreas Altorfer Psychiatriemuseum Bern und Daniel Baumann, Adolf Wölfli Stiftung, Kunstmuseum Bern.


Publikationen

  • Als Herausgeberin: Pläne. Werke aus psychiatrischen Kliniken in der Schweiz 1850 – 1920, Zürich 2008.
  • Schweizerische Gesellschaft für Kunstgeschichte: Sondernummer Juni 2008: Wissenschaft und Praxis im Austausch: Bewahren besonderer Kulturgüter: Inventare der Werke aus psychiatrischen Kliniken in der Schweiz 1850 – 1920.
  • "Basale Wahrnehmungen in der Kunst um 1970 (Schall, Schwindel): VALIE EXPORT". In: Umsichten Jahrbuch, Departement Lehrberufe für Gestaltung und Kunst, HGKZ. Zürich, 2006, S. 55 – 61.
  • "Robert Gie". In: Bettina Brand-Claussen, Thomas Röske (Hg.). Beeinflussungsmaschinen. [Ausstellungskatalog] Sammlung Prinzhorn/ Wunderhorn. Heidelberg, 2007, S. 214 – 237 .
  • "Eugénie P.; Elise Mahler". In: Bettina Brand–Claussen (Hg.). Irre ist weiblich. Künstlerische Interventionen von Frauen in der Psychiatrie um 1900. [Ausstellungskatalog] Sammlung Prinzhorn/Wunderhorn (2004) und Kartause Ittingen 2005. Sammlung Prinzhorn/Wunderhorn. Heidelberg, 2004, S. 164 – 167 und 124 – 127.
  • "Bemalte Steine. Bemalte Steine in fünf Kartonschachteln und einem Koffer in der Psychiatrischen Klinik Königsfelden". In: Daniela Mondini et. Al.(Hg.). Opus Tessellatum.Festschrift zum 60. Geburtstag von Prof. P. C. Claussen. Zürich, 2004, S. 105 - 115.


Lehrtätigkeit

ZHdK (Studiengang Art Education).

Vorlesungen

Kunstgeschichte: Einführung (mit lic.phil. Susann Wintsch; jeweils im FS)

Einführung in die Entwicklungspsychologie (mit Urs Meier; jeweils im FS)

Seminare

Ästhetische Theorie (mit Dr.Matthias Vogel; jeweils im HS)

Die Sprache der Mode im Mittelalter und in der Neuzeit (FS 2009, HS 2010)

Einführung in wissenschaftliches Arbeiten (BAE, jeweils HS)

Quellen und Medien des Surrealismus (FS 2009, HS 2010)

Übung vor den Originalen (HS und FS)

Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich

Proseminar: Kunst um 1900: Das Fernweh, das Unbewusste, die Technik (HS 2009)

Uebung: Psychiatrie, Psychologie und Kunst um 1900: Werke aus psychiatrischen Kliniken in der Schweiz: Geschichte und Archivierung (HS 2009).

Übung (Lehrauftrag)

Kunst und Psychiatrie um 1900. Technisches Schaffen und textile Arbeiten

Lehrauftrag in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Geschichte der bildenden Kunst.

Beschreibung

Zwischen Kunst und Psychologie bestanden um 1900 mehrfache gemeinsame Interessen: in der Untersuchung der Wahrnehmung (der „Empfindung“) oder im Interesse an der Anthropologie. Sie führten einerseits auf die Suche nach dem „Quellgebiet“ von Kunst und Kultur-en, Abstraktion und Ornamentik, anderseits in die Differenzierung der Wahrnehmung in Assoziation, Erinnerung, Empfindung - und deren Relativierung. Zu den Anfängen der Kunstpsychologie trugen Kunsthistoriker (z.B. Worringer,) ebenso bei wie Psychologen und Psychiater (Prinzhorn, Morgenthaler). Aus diesen Interessen entstanden in etlichen psychiatrischen Anstalten Sammlungen von Werken der PatientInnen. Die Werke sind vielfältig: Zeichnungen, Konstruktionen, Erfindungen, Texte, Handarbeiten oder musikalische Kompositionen. In der Übung untersuchen wir zwei besonders behandelte Gruppen von Werken: textile Objekte und technische Erfindungen.

Das Thema ist interdisziplinär, Studierende der Fächer Psychologie oder Geschichte, die im Nebenfach Kunstgeschichte studieren, sowie HörerInnen sind willkommen.

Kontext: Diese Lehrveranstaltung steht im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt TEXTILE.

Zeit: donnerstags 14:00-15:45

Raum: RAK-E-8

Lehrveranstaltungsnummer: 22220

Vorbesprechung: am 16.9., 14:00 – 15:00


Programm

23.9. Einführung in das interdisziplinäre Feld. Methoden der Untersuchung. Die Bedeutung der Textilien und des technischen Schaffens.

30.9. Der Alltag in einer psychiatrischen Anstalt um 1900. Die Bedingungen für künstlerisches Schaffen.

Referat 1: Alltagspraktiken: wohnen, arbeiten, essen

Referat 2: Handarbeiten: Arbeitsplatz, Material und Werkzeug

Referat 3: Johanna Nathalie Wintsch: „Je suis radio“ (1924)

14.10. Besuch der Ausstellung „Subversive Sorgfalt. Stickereien von Jeanne Nathaile Wintsch“ im Museum im Lagerhaus, St.Gallen

(Vorschlag: ZH ab 13:09 St.Gallen an 14:15; zurück: St.Gallen ab: 16:11, Zürich an 17:23.)

21.10. Textile Werke in der Sammlung Prinzhorn, Heidelberg

Vortrag Frau Dr.des. Anna Lehninger, Zürich (angefragt)

28.10. Die Krankenakte als sprachliches, historisches und biografisches Dokument

Referat 4: Analyse dreier veröffentlichter Krankenakten (ev. Teamarbeit zu dritt)

04.11. Textile Werke aus der Sammlung Morgenthaler, Waldau, Bern.

Referat 5: Textile Gewebe und sprachliche Textur 11.11. Technisches Schaffen, Erfindungen: Arbeit und Beschäftigung, „Systeme“, Roboter, Elektrizität

Referat 6: Technische Systeme als „Register des Imaginären“ (Marc Le Bot)

18.11.Heinrich Anton Müller (Jahr)

Referat 7: Heinrich Anton Müller

02.12. Besuch der Ausstellung „Rosenstrumpf und Dornencknie: Werke aus der Psychiatrischen Pfleganstalt Rheinau 1867 – 1930“, im Museum im Lagerhaus St.Gallen

(Vorschlag: ZH ab 13:09 St.Gallen an 14:15; zurück: St.Gallen ab: 16:11, Zürich an 17:23)

16.12. Moritz Tramer: Technisches Schaffen Geisteskranker, 1926 (1)

Referat 9: Robert Gie, Heil- und Pfleganstalt Rosegg

23.12. Moritz Tramer: Technisches Schaffen Geisteskranker, 1926 (2)

Referat 10: Alltag, Arbeit und Beschäftigung in der Heil- und Pfleganstalt Rosegg, Solothurn 1900 – 1930 Schlussbesprechung

Literatur: Es wird ein Handapparat eingerichtet, einzelne Artikel werden als Kopiervorlage abgegeben.

Referate: bitte besuchen Sie die Vorbesprechung oder nehmen Sie ab dem 1.9.2010 per E-Mail Kontakt auf. Das Thema bietet die Möglichkeit zu untersuchen, wie künstlerisches Schaffen im Alltag einer psychiatrischen Anstalt zu Stande kam. Ausser der sorgfältigen Beschreibung und Analyse der Werke im Kontext ihrer Entstehung wird besonderes Gewicht auf Methode der Untersuchung, den Umgang mit Wissenslücken und die Interdisziplinarität des Gebietes gelegt.

Der Besuch der Uebung eignet sich für Studierende der Kunstgeschichte im Haupt- oder Nebenfach; Bereitschaft zu Lektüre, regelmässiger und aktiver Teilnahme (Diskussion, Zusammenfassungen, Gruppenarbeiten); Interesse an einem interdisziplinären Ansatz werden vorausgesetzt.

Der grosser Beitrag (4 ECTS) besteht aus einem Referat (20 Min) oder einem schriftlichen Beitrag (12 S.) oder der Vorbereitung eines Text für die Diskussion.

Kleiner Beitrag (2 ECTS): Diskussionsbeitrag, Zusammenfassung Text.


Links

www.kulturgueter.ch

www.adolfwoelfli.ch

http://prinzhorn.uni-hd.de

www.artbrut.ch

www.museumimlagerhaus.ch

www.puk.unibe.ch/cu/museum/museumra.html