Dr. phil. Michael Matile

Lehrbeauftragter

seit  Frühjahrssemester 2010 im Bereich der Geschichte der Kunst des Mittelalters und der Neuzeit und Kunstgeschichte der frühen Neuzeit.

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Lehrveranstaltung HS 2012


Kolloquium: „Spuren der Mobilität: Graphik als Medium des Austausches“
Zeit: donnerstags, 18:15-20:00 Uhr, alle 14 Tage
Raum: Graphische Sammlung der ETH Zürich, Rämistrasse 101, HG E 53, 8092 Zürich
Link zur Veranstaltung: weitere Informationen
Weiterführender Link: Grafische Sammlung der ETH
Lehrveranstaltungsnummer: 2342

 

Lebenslauf

geboren 1962 in Bern, 1984-1992 Studium der Kunstgeschichte, Architektur- und Denkmalpflege sowie der Klassischen Archäologie an der Universität Bern. 1992-1993 Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds, Studienaufenthalte in Rom (Hertziana) und Venedig, 1996 Promotion bei Prof. Dr. Eduard Hüttinger, Universität Bern mit einer Arbeit zum Thema «Quadri laterali im sakralen Kontext. Studien und Materialien zur Historienmalerei in venezianischen Kirchen und Kapellen des Cinquecento» (München: scaneg Verlag, 1997). Seit 1994 als wissenschaftlicher Assistent und seit 2001 als Konservator und stellvertretender Leiter an der Graphischen Sammlung der ETH tätig.

Publikationen (Auswahl)

Bruno Murer. Feldbücher, Basel: Schwabe Verlag, 2009 [= Graphische Sammlung der ETH Zürich / Beiträge, Bd. 7]

Graphik des Expressionismus. Die Sammlung Schaufelberger, Basel: Schwabe Verlag, 2006 [= Graphische Sammlung der ETH Zürich /Beiträge, Bd. 3]

Tanner, Paul / Matile, Michael, Ein Bildhandbuch - A Visual Handbook, Basel: Schwabe Verlag, 2005

Gusto e passione. Italienische Handzeichnungen aus der Sammlung Gadola, Basel: Schwabe Verlag, 2004

„Das zweyte Ich der Zeichnung“. Zur Reproduktion von Handzeichnungen im Zeitalter des Klassizismus, in: Akten des internationalen Kolloquiums Klassizismus und Kosmopolitismus. Programm oder Problem? Austausch in Kunst und Kunsttheorie im 18. Jahrhundert (2001), Zürich: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, 2004, S. 193-208

Italienische Holzschnitte der Renaissance und des Barock, Basel: Schwabe Verlag, 2003

Die Druckgraphik Lucas van Leydens und seiner Zeitgenossen, Basel: Schwabe Verlag, 2000

Frühe italienische Druckgraphik 1460-1530 , Basel: Schwabe Verlag, 1998

«Quadri laterali» im sakralen Kontext. Studien und Materialien zur Historienmalerei in venezianischen Kirchen und Kapellen des Cinquecento, München: scaneg Verlag, 1997

Quadri laterali, ovvero conseguenze di una collocazione ingrata. Sui dipinti di storie sacre nell'opera di Jacopo Tintoretto', in: Venezia Cinquecento, VI, Nr. 12, 1996, S. 151-206.

Vergangene Lehrveranstaltungen

Proseminar FS 2010:

Die Geschichte der Druckgraphik und ihrer Techniken von Dürer bis Goya

«[...] so gut vollendet, dass man das Glänzen der Rüstung und des Fells des schwarzen Pferdes sehen kann, das mittels des Zeichnens schwierig zu erzielen ist.» Mit diesen Worten charakterisierte Giorgio Vasari 1568 das samtene Schwarz und die Lichtkontraste auf Albrecht Dürers Kupferstich Ritter, Tod und Teufel und unterstrich damit die überlegene Brillanz der Kupferstiche des Nürnberger Künstlers. Sowohl die Kupferstiche wie die Holzschnitte Dürers setzten Massstäbe, sie wurden bewundert aber auch kopiert. Die Veranstaltung möchte ausgehend von seinen Werken eine Einführung in die vielfältigen Erscheinungsformen der Druckgraphik bis um 1800 geben. Im Mittelpunkt stehen Blätter aus der Graphischen Sammlung der ETH. Ausgehend von den Originalen werden u.a. Fragen zu Druckstöcken und –platten, zu Papier, zum Verhältnis von Kopie und Vorlage, zur Konservierung und Restaurierung, aber auch zur Geschichte des Sammelns von Druckgraphik und ihrer wissenschaftlichen Erschliessung behandelt. Neben dem Schärfen des Blicks am Original und dem Erkennen von Qualitätsmerkmalen gibt die Veranstaltung auch Einblick in verschiedene Themenbereiche einer Museumssammlung.