Aktuelles

Workshop: Shades of Purple – Purple Ornament in Medieval Manuscripts, Zurich 25.11. – 26.11.2021

Recent advances in the technical analysis of purple colorants have spurred new interest in the aesthetics of purple ornament in medieval manuscripts. This most prestigious embellishment associated with imperial splendor underwent stunning transformations between the 6th and the 12th century. Purple dyes (mostly produced from lichens) were not only used to color the entire parchment surfaces of sacred books, but purple colorants were also used selectively to highlight specific texts, pages and miniatures corresponding to the content, topology, imagery, and script of individual manuscripts. Various techniques and methods were employed to create multi-sensory purple textures, combining shades of purple from red to dark blue and evoking different purple-colored materials such as silks and porphyry. This two-day workshop at the Chair of Medieval Art History at the University of Zurich will explore a range of questions about the materials and semantics of medieval purple manuscripts.

Registration is required by 22.11.2021: thomas.rainer@uzh.ch
A COVID-19-certificate is mandatory for participants attending in person.
A Zoom link will be provided for participants unable to attend in person.

Continue to the program

2 neue Blogs! Bildglossar zur mittelalterlichen Kunst und Written Camposanto

 Link Blog Bildglossar zur mittelalterlichen Kunst

Über das Bildglossar zur mittelalterlichen Kunst:

Das Bildglossar für die Kunst des Mittelalters ist ein neues digitales Nachschlagetool für Studierende der Kunstgeschichte. Es kann in einer Vielzahl von Situationen rund ums Studium genutzt werden: beim Verfassen von Referaten und Seminararbeiten, bei der Lektüre von Fachpublikationen oder beim Nacharbeiten von Vorlesungen … Die zentrale Idee ist die eines Portals, das wichtige Fachbegriffe allgemeinverständlich erklärt und sie anhand von Abbildungen exemplarisch veranschaulicht. Über die Suchfunktion ist dabei immer auch ein Quereinstieg in die Beiträge möglich – beispielsweise der Weg von den erläuternden Kommentaren zu den Fachbegriffen selbst, die man möglicherweise ja noch gar nicht kennt. Links, die zwischen den Artikeln gesetzt sind, laden zudem zum vernetzten Suchen und Weiterlesen ein. Mit diesen Merkmalen ist das Bildglossar ein ideales Hilfsmittel sowohl für die Suche nach dem „passenden“ Begriff beim Beschreiben oder Analysieren von Kunstwerken wie für das Verstehen „fremder“ Fachausdrücke beim Lesen kunsthistorischer Texte.

Das Bildglossar für die Kunst des Mittelalters ist ein studentisches Projekt am Lehrstuhl für Kunstgeschichte des Mittelalters. Es wurde von Rebecca Ehl in Zusammenarbeit mit Prof. David Ganz entwickelt. Das Glossar ist als work in progress konzipiert – aktuell deckt es vor allem die Gebiete der „Buchkunst“ und der „Materialien und Techniken“ ab, doch sollen in Kürze andere Bereiche wie „Ikonographie“ und „Kleidung“ folgen. Für Ideen und Anregungen zu weiteren Einträgen wie für Kommentare sind Nachrichten an bildglossar@khist.uzh.ch willkommen!

Link Written Camposanto. The Pisan Cemetery through the Eyes of Chroniclers, Artists and Travelers

Über Written Camposanto

Der Blog Written Camposanto. The Pisan Cemetery through the Eyes of Chroniclers, Artists and Travelers macht die Wahrnehmungsgeschichte eines der faszinierendsten Orte der Kunstgeschichte Italiens lebendig. Nicht erst seit dem Zeitalter des Tourismus zählt der Camposanto, der an der Piazza dei Miracoli gelegene Friedhof des Pisaner Dombezirks, zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Italiens: Über viele Jahrhunderte hinweg besichtigten Künstler, Pilger und Reisende aus allen Teilen Europas das berühmte Bauwerk: sei es wegen der spektakulären Wandmalereien eines Buonamico Buffalmacco oder Benozzo Gozzoli, wegen der antiken Sarkophage, die die Pisaner für die Bestattung hochgestellter Persönlichkeiten verwendeten – oder wegen der Erde aus dem Heiligen Land, die im offenen Bereich des Friedhofs ausgestreut lag und der man wunderbare Eigenschaften der raschen Zersetzung menschlicher Körper zuschrieb.

Written Camposanto macht die in grosser Zahl überlieferten Beschreibungen des Camposanto aus der Zeit des 14. bis 18. Jahrhunderts erstmals systematisch zugänglich: in Digitalisaten der Handschriften und historischen Drucke, in Transkriptionen der Texte in Originalsprache und in englischen Übersetzungen. Zu den ausgewerteten Texten zählen die Viten Giorgio Vasaris, die Reiseberichte Montaignes und Montesquieus und viele weitere Zeugnisse mehr. Anhand einer Timeline lässt sich die Chronologie des Schreibens über den Camposanto Schritt für Schritt nachvollzeihen.

Written Camposanto ist ein studentisches Projekt am Lehrstuhl für Kunstgeschichte des Mittelalters. Es wurde von Dahi Jung in Zusammenarbeit mit Prof. David Ganz und einem mehrköpfigen Team von Bearbeiterinnen und Bearbeitern entwickelt. Für Ideen und Anregungen wie für Kommentare sind Nachrichten an camposanto@khist.uzh.ch willkommen!

Erscheint 2021

Henriette Hofmann, Barbara Schellewald, Sophie Schweinfurth, Gerald Wildgruber (Hrsg.), Enthüllen und Verbergen in der Vormodern/Revealing and Concealing in the premodern period, Fink 2021.