Ausstellung «Krisen, Konflikte, Kontroversen» mit Studierenden des KHIST
Eine Ausstellung mit Werken der Kunstsammlung Kanton Zürich
Kuratiert von Studierenden des Kunsthistorschen Instituts der Universität Zürich
Haus Dubs, Malzstrasse 19, 8045 Zürich
09.10-14.11.2026, Mi-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr
Vernissage 08.10.2026, 17-20 Uhr
Krisen, Konflikte und Kontroversen gehören zu den meistgebrauchten Schlagworten der Gegenwart und gerade deshalb wird zunehmend unklar, was sie eigentlich bezeichnen. Was zuerst ein akutes, einschneidendes Ereignis mit Anfang und Ende war, ist heute ein Dauerzustand. Bleibt ein Ende aber aus oder unklar, kann auch die Bewältigung ihre Selbstverständlichkeit verlieren: Bewältigt man eine Krise überhaupt, oder lernt man vor allem, mit ihr weiterzuleben?
Die Ausstellung «Krisen, Konflikte, Kontroversen» untersucht, wie Kunst mit den Umbrüchen ihrer Zeit umgeht, sie sichtbar macht und weiterdenkt. Kunst als eigenwilliges Instrument der Geschichtsschreibung hält Stimmungen fest die sowohl persönliche Wahrnehmungen als auch Zeitzeugen sind. Private und gesellschaftliche Erschütterungen werden zum Thema: eine Gerichtsverhandlung, eine Demonstration, der Abriss eines Wohnviertels. Krisen können sich in einer Geste, einer wiederkehrenden Farbe oder der Wahl eines Motivs verstecken.
Die Ausstellung ging aus einem zweisemestrigen Projektseminar am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich hervor. Die Master-Studierenden erhielten Zugang zum Depot der Kunstsammlung Kanton Zürich und haben unter der Leitung von Prof. Bärbel Küster, Caroline Morand und Fabienne Dubs (Kunstsammlung Kanton Zürich) Werke ausgewählt, in denen sich gesellschaftliche Umbrüche abzeichnen, sie befragen und verarbeiten – von den Anfängen der Sammlung bis in die Gegenwart.
Mit drei Perspektiven können die Werke in den Dialog gebracht werden: «Gesellschaftliche Kontroversen» blickt auf Momente, in denen Spannungen öffentlich ausgetragen wurden. «(Kunst-)Historische Konflikte» fragt, wie Kunstschaffende das Erbe der Kunstgeschichte und ihre eigene Rolle im Kunstbetrieb verhandeln. «Biographische Krisen» richtet den Blick auf das Leise und Intime: auf innere Kippmomente, die selten in der Öffentlichkeit ausgetragen werden.
Präsentiert wird die Ausstellung von rund 50 Werken im Haus Dubs, gerahmt von Führungen und Veranstaltungen, um die Werke und ihre Geschichten gemeinsam zu erkunden.
9. Oktober - 14. November 2026
Mittwoch – Freitag, 14:00 - 19:00
Samstag, 11:00 - 16:00
Vernissage: 8. Oktober, 17:00
Führungen und Veranstaltungen:
10. Oktober, 14:00, Führung durch die Ausstellung
16. Oktober, 17:00, Führung durch die Ausstellung
23. Oktober, 17:00, Führung durch die Ausstellung
30. Oktober, 17:00, Führung durch die Ausstellung
5. November, 18:30, Artist Talk mit Milva Stutz und Marc Bauer
11. November, 17:00, Führung durch die Ausstellung
Haus Dubs
Malzstrasse 19
8045 Zürich